I left my heart in San Francisco

Vor genau zwei Jahren hatte ich mit meiner besten Freundin Julia die Möglichkeit für ein paar Wochen einen Kalifornien Trip zu machen, da meine Tante in San Diego wohnt. Und weil diese mit meinem Onkel auf einer Hochzeit in San Francisco eingeladen war, durften wir Glücklichen auf diesen Wochenendtrip mitkommen. Ich war schon einmal vor mehreren Jahren als Kind mit meiner Mutter und meinen Tanten in San Francisco, und konnte mich noch zu gut an den außergewöhnlichen Flair der Stadt erinnern. Voller Vorfreude stiegen Julia und ich am frühen Morgen mit Coffee to go gewappnet in den Flieger ein. Next stop – San Francisco, the city by the bay.

The Golden Gate Bridge

Wirklich jeder, der einmal die Gelegenheit hat nach San Francisco zu reisen, ist meiner Meinung nach dazu verpflichtet über diese wahnsinns Brücke zu fahren! Die Golden Gate Bridge ist mit ihrer strahlend orangeroten Farbe, den 227 Meter hohen Brückenpfeilern und ihrer enormen Spannweite schlichtweg ein überwältigender Anblick. Julia und ich fuhren am Vormittag über die Nebel verhangene Brücke Richtung Stadt. Es war einfach märchenhaft wie sich der Nebel langsam auflöste und man immer mehr Sicht auf die Skyline von San Francisco bekam. Man fühlt sich augenblicklich wie im Vorspann der US-Serie Full House. Auf beiden Seiten befinden sich immer wieder Aussichtspunkte, die einen fantastischen Blick über die Bucht, Alcatraz und Downtown bieten. Einfach ein Muss für jeden!

Sausalito

Direkt am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge liegt das charmante Örtchen Sausalito, was auf Deutsch „kleine Weide“ bedeutet. In dieser idyllischen Gegend kann man in aller Ruhe durch die Parkanlagen an der Bucht entlang spazieren. Überall sind Bänke aufgestellt, von denen man die Bay mit Alcatraz, Angel Island und San Francisco beobachten kann. Ein Stückchen weiter im Norden am Yachthafen liegen die berühmten Hausboote vor Anker, die den Ort vollkommen machen.

Fisherman’s Wharf

Schon als kleines Mädchen hat mich dieser Hafen verzaubert. Bei mehr als 75 % aller San Francisco Besucher steht auch Fisherman’s Wharf auf dem Plan. Souvenir Shops die direkt am Meer gelegen sind, historische Fischerboote, Seelöwen die sich in der Sonne baden, Seafood Restaurants und dampfende Kessel voller Krabben – dann weißt du, dass du am Fisherman’s Wharf bist. Dieser Hafen bietet eine Menge verschiedener Aktivitäten die du unternehmen kannst. Du könntest dir zum Beispiel das Pampanito Submarine Museum ansehen, dort hast du die Gelegenheit ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg zu besichtigen um bei eigenem Leib zu verspüren, wie der Alltag der Besatzung damals aussah. Vom Union Square aus fahren Cable Cars die direkt zu Fisherman’s Wharf führen. Glaub mir, schon die fahrt mit der Cable Car ist ein Erlebnis für sich. Vom Hafen aus kannst du auch direkt eine Bootstour machen oder nach Alcatraz cruisen um dir das weltberühmte Gefängnis anzusehen. Ein Besuch bei Fisherman’s Wharf ist nicht nur unverzichtbar, es ist einfach ein Muss, denn es ist eine der lebhaftesten und interessantesten Gegenden in San Francisco. Also nimm dir unbedingt die Zeit um diesen Hafen zu besuchen, herum zu schlendern und die verschiedenen Plätze zu genießen.

Clam Chowder in a bread bowl

Auch ein Grund weshalb ich mich immer wieder riesig auf San Francisco freue ist, weil ich die Clam Chowder dort einfach liebe! Das erste Mal hab ich sie als Kind am Fisherman’s Wharf zusammen mit meinen Tanten gegessen. Ich war ganz schön erstaunt als uns die Kellnerin ein ausgehöhltes Brot mit cremiger Suppe gefüllt vor die Nase stellte. Die Clam Chowder ist eine traditionell amerikanische Muschelsuppe, die aus großen Venusmuscheln zubereitet wird. Als ich einen waschechten San Franciscan gefragt habe wo man hier die beste Clam Chowder bekommt, musste dieser nicht lange überlegen: Boudin Bakery at Fisherman’s Wharf – also nichts wie hin!

Ferry Building

Der Ort in San Francisco wo du überwältigende Blicke auf das Meer erhaschen kannst, dein Hunger auf Süßigkeiten gestillt wird und eine enorme Auswahl an frischen Produkten auf dich wartet! Das Ferry Building ist ein wahres Paradies für Essensliebhaber! Einige der Highlights sind die frischen Austern bei der Hog Island Oyster Company, die Tamale (mit Fleisch, Käse und Zwiebeln gefüllte Maismehltaschen) bei Mijita und die saftigen Burger bei Gott’s Roadside. Für Naschkatzen ist es immer ein Kopf an Kopf rennen zwischen Ciao Bella’s cremigem Eis und Miette’s leckeren Cupcakes die fast schon zu schön zum Essen sind. Frühaufsteher können sich im Blue Bottle einen herrlichen Latte oder einen Kaffee holen. Die Schlange an der du dich anstellen musst kann zwar manchmal unendlich lang sein, aber der Kaffee lohnt sich. Wenn du es eilig hast oder einfach nicht mehr warten willst, dann kannst du dir auch bei Peet’s deinen wohlverdienten Morgenkaffee abholen. Falls dir das Innere des Ferry Building’s nicht genug ist, dann solltest du unbedingt an einem Dienstag, Donnerstag oder Samstag vor 14:00 Uhr vorbeischauen um den lang erstreckten Farmers Market miterleben zu können.

Coit Tower

Wer den Coit Tower, einen 64 Meter hohen Aussichtsturm besucht, wird mit einem atemberaubenden Blick auf die Bucht belohnt! Es ist allerdings etwas Geduld gefragt, denn der Lift bringt immer nur eine kleine Anzahl von Personen hinauf und der Eintritt kostet satte 8$. Aber für mich persönlich war es den Ausblick dort oben definitiv Wert, denn er war schlichtweg grandios … In der Nacht wird der Turm von einem Flutlicht bestrahlt das fast noch von der ganzen Ostseite der Küste aus gesehen wird.

The Lombard Street

Als Julia, meine Tante, mein Onkel und ich auf dem Weg zu unserem Hotel am Union Square waren, kurvten wir noch direkt die Lombard Street auf dem Russian Hill hinunter. Und ich muss wirklich sagen, obwohl an diesem Tag extrem viel los war und ich zig Touristen auf meinen Fotos mit drauf habe, ist es die Lombard Street echt wert besucht zu werden! Wir waren zu einer Zeit in San Francisco wo die Blumen und Sträucher vor Farbenpracht gerade zu erstrahlten! Und den Blick den man dort auf die Stadt hat will ich auch nicht mehr missen.

Chinatown

Ich muss sagen, es ist einfach immer wieder unterhaltsam durch die Straßen Chinatowns zu spazieren. Egal aus welchem Blickwinkel betrachtet, du fühlst dich einfach wie in China! New York City, London, Washington DC und Boston – jede dieser Stadtmetropolen hat ein Chinatown Viertel, aber das in San Francisco ist mit Abstand das größte außerhalb Asiens! Sehenswerte Besonderheiten sind auf jeden Fall die Dragon’s Gate auf der Bush Street & Grant, die einzigartigen Straßenlaternen und die roten Lampignons. Die beste Zeit in Chinatown vorbei zu schauen ist definitiv Mittags, wenn alle Geschäfte geöffnet sind und die Straßen voller Chinesen sind. Am Abend ist es zwar ruhiger und die meisten Geschäfte sind schon geschlossen, aber es hat auch was, wenn über dir die farbenfrohen Lampignons den Nachthimmel erleuchten.

Little Italy

Little Italy befindet sich im Distrikt North Beach, im Nordosten von San Francisco. Währenddessen du durch den kleinen Bezirk bummelst, findest du dutzende von italienischen Geschäften, Restaurants, Cafés und Eisläden. Die Gebäude, die den italienischen Bezirk ausmachen, sind einfach anders als im Rest der Stadt, sie sind von ihrem zauberhaften Charme und den Farben gekennzeichnet und manchmal sogar mit eindrucksvollen Malereien verziert. Es ist auf jeden Fall eine der charmantesten Gegenden in San Francisco! Verpasse es auf keinen Fall dich in den ruhigen Straßen Little Italy’s selbst zu verlieren …

Union Square

Die meisten großen Kaufhäuser San Franciscos sind hier zu finden, darunter Macy’s, Saks Fifth Avenue und Gump’s – einem Shopping Tag steht also nichts mehr im Weg. Der Platz hat einfach wie alles in San Francisco seinen ganz besonderen Charme der zum Verweilen einlädt. Julia und ich waren damals im Hotel Westin St. Francis direkt am Union Square einquartiert und genossen es jeden Tag auf’s Neue, wenn wir die Straßen hinunter bummeln konnten um San Francisco auf uns wirken zu lassen. Ich finde es gehört auch einfach dazu, sich in einem gemütlichen Café direkt am Straßenrand niederzulassen, genussvoll eine Tasse Kaffee mit Kuchen zu genießen und die Menschenmassen zu beobachten die vorbeigehen – das ist für mich Stadtflair. Schau doch mal bei Wayfare Tavern oder in San Franciscos ältesten Eissalon St. Francis Soda Fountain vorbei!

Alcatraz

„Du hast einen Anspruch auf Essen, Kleidung, Obdach und medizinische Versorgung. Alles andere ist ein Privileg.“ Regel Nummer 5 in Alcatraz bringt das Leben das man dort hatte somit ziemlich auf den Punkt. Wenn man schon mal in San Francisco ist, dann sollte man diese Insel voller Erlebnisse und bewegenden Geschichten unbedingt anheuern. Für die Führung durch Alcatraz bekommt man Kopfhörer in der eigenen Sprache. Am interessantesten fand ich die legendären Geschichten über die Flucht einiger berühmter Insassen – das machte das ganze Gefängnis gleich noch geheimnisvoller. Man hat anhand der Zellen und der Hintergrundgeräusche wirklich das Gefühl in die damaligen Umstände voll eintauchen zu können. Einen Besuch auf Alcatraz sollte man meiner Meinung nach auf keinen Fall auslassen, die Insel schafft es dein Inneres aufzuwühlen und du wirst mit Sicherheit nachdenklich gesinnt wieder am anderen Ufer ankommen.

Mich fasziniert diese Stadt einfach immer wieder! Und es gibt Tage an denen ich mich am Union Square in einem Café sitzen sehe, wie ich die verschiedenen Leute beobachte, die an mir vorbeigehen. In solchen Momenten hab ich einfach Sehnsucht nach San Francisco und weiß ganz genau, dass ich wieder dort hin muss. Wie singt Tony Bennett so schön:

“My love waits there in San Francisco, above the blue and windy sea.

When I come home to you, San Francisco, your golden sun will shine for me!”

Helena

Travel Pioneer

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